Komfortzone.

„Raus aus der Komfortzone!“ – warum wollen wir uns selbst oder anderen so etwas wünschen? Schließlich geht es ab einem bestimmten Maß an Wohlstand doch nur mehr darum, es sich noch komfortabler zu machen bzw. den Komfort zu halten! Und Komfort ist doch schließlich noch kein Luxus! Oder?

Reine Definitionssache können nun die einen sagen – einmal sehen, wohin das führt, wiederum andere. Viele hat es in den Bereich der Un-Fitness, des Un-Wohlseins und schlichtweg ins Krank-Sein geführt. Zumindest im physischen Bereich. Was stellt ein ungesundes Maß an Über-Komfort dann erst im psychischen Bereich an? Von verschiedenen Zuständen kann hier berichtet werden – einer der aber so gut wie immer vorkommt ist die Angst! Und mit dieser beginnt auch der erste Schritt raus aus der Komfortzone: Angst die Komfortzone zu verlassen! Dies gelingt nur mit entsprechender Motivation bzw. einem gewissen Maß an Energie, das die Dinge wieder in Bewegung kommen lässt.

Ich für meinen Teil will mich beim Thema Komfortzone in meinem Blog nicht vorrangig mit den negativen Auswirkungen befassen, sondern mit dem, was wieder Bewegung ins eigene Leben bringt, Energie produziert und uns zufrieden sein lässt.

Veränderungsprozess

Bevor sich jedoch etwas (oder besser gesagt wir uns) bewegt, bedarf es eines Veränderungsprozesses. Im Nachhinein betrachtet läuft dieser in den meisten Fällen so ab:

4 Zimmer der Veränderung

Im ersten Schritt wird es uns nicht schwer fallen zu leugnen: Mir geht es gut! Warum soll ich mich verändern? Ich habe alles was ich brauche. Optimal ist nie etwas… usw. Wir benötigen Zeit um uns mit dem Gedanken anzufreunden etwas zu verändern – uns aus der Komfortzone heraus zubewegen. Diesem Stadium folgt der Zustand der Verwirrung. Haben wir uns einmal damit abgefunden etwas verändern zu müssen, fällt es uns meist schwer die Dinge zu ordnen: Welcher Weg soll eingeschlagen werden? Welcher Weg ist der beste? Welche Vor- und Nachteile gibt es? – Bis hin zu dem Punkt, an dem wir eben sehr verwirrt sind und schließlich eine Entscheidung treffen sollten / müssen.

Je nach Persönlichkeitstyp wird die Entscheidung dann nach Gefühl, Logik oder Meinungen gefällt. Es gibt aber auch den Typus der in einer scheinbar endlosen Reflexionsschleife hängen bleibt – d.h. sehr, sehr viel Zeit braucht um sich entscheiden zu können bzw. zu wollen. Im Unterschied dazu kann es anderen gar nicht schnell genug gehen um ein Ergebnis zu haben.

Gemeinsam haben aber alle diese Typen, dass dem erfolgreichen Abschluss dieser Phase ein Prozess der Neuausrichtung folgt. – Das Ziel ist jetzt klar – der Kurs darauf wird gesetzt! Ein Weg der mit viel Motivation beschritten wird, und schließlich… ja – wo eigentlich hinführt? Richtig! In die nächste Komfortzone. Natürlich dauert diese Reise unterschiedlich lange und viele dieser Zyklen laufen in unserem Leben analog ab (ich denke hier beispielsweise an die Bereiche Beziehung, Karriere, Ausbildung usw. um nur ein paar zu nennen).

Mir ist wichtig an dieser Stelle anzumerken, dass die Komfortzone wie ich sie verstehe per se nichts Schlechtes ist! Es ist aber wichtig zu erkennen, dass wir uns von Zeit zu Zeit verändern sollten um nicht unbeweglich und träge zu werden und damit jenen Veränderungen (und hier meine ich vor allem jene, die ganz unerwartet und plötzlich auf uns zukommen), mit denen uns das Leben konfrontiert, scheinbar hilflos ausgeliefert zu sein.
Auch an dieser Stelle wieder der Tipp: Veränderungsprozesse sind das Business von Coaches schlechthin! Ob sie dir nur den Anstoß zu einem solchen Prozess geben oder dich durch den gesamten Prozess begleiten – ein Profi kann dir eine wertvolle Hilfe sein!
Unter meinen Empfehlungen findet ihr zudem noch interessante Literatur zu diesem Thema.

Also – ich wünsche euch viel Spaß & Freude beim Verändern und eine interessante Zeit die von Erfolg gekrönt sein möge!

Harald Karrer
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16.04.2010

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