Lebensqualität.

Was versteht man unter “Lebensqualität”? Bzw. wann erfahren wir so etwas wie Lebensqualität? Ich denke gerade darüber nach, wann ich das letzte Mal das Wort “Lebensqualität” in Zusammenhang mit Etwas ausgesprochen habe … . Da fallen mir erstmals nur Erlebnisse ein, bei denen ich das Wort “keine” vor das Wort “Lebensqualität” setzte! Ist es tatsächlich so? Nehme ich Lebensqualität nur in ihrer Abwesenheit wahr?

Lebensqualität by gustaffo89 on flickr 

Schon ein wenig seltsam und auch schaurig! Natürlich fallen mir auch Sätze wie “Das ist Lebensqualität!” ein. Aber vor allem dann, wenn ich daran denke wie es sein könnte. Sozusagen wenn ich mir schöne Szenen und mögliche Erlebnisse ausmale. Lebensqualität steht für mich für einen Zustand in dem alles passt und ich für diesen Moment dankbar bin… . Das ist ein guter Punkt! Die Dankbarkeit ist es schließlich, die mich der Lebensqualität in der Gegenwart habhaft werden lässt!

Ich bin dankbar für … .” Ja! Da fallen mir 1000 Klein- und Großigkeiten ein. Und wie ich so dankbar in meinen Gedanken versunken bin erlebe ich … Lebensqualität! Ein interessantes Phänomen. Allein die Tatsache, dass ich mir Zeit dafür nehme still dazusitzen und über Dinge, Personen, Erlebnisse usw. nachzudenken für die ich dankbar bin, macht glücklich. Da haben wir es wieder: Die Kraft der Gedanken! Und ich spreche hier keinesfalls von Autosuggestion. Es ist einfach ein Ansammlung von guten Gefühlen, die ich Macht meiner Gedanken auch später wieder abrufen kann. Es handelt sich dabei also um eine sehr einfache Methode um in der Gegenwart Lebensqualität zu spüren.

Ich meine damit keinesfalls nur Erlebnisse, die bereits abgeschlossen sind. Im Sinne von “Ja – die guten alten Zeiten. Wie gerne erinnere ich mich an sie!”. Mit etwas Übung (und ich spreche hier wirklich nur von 2 bis 3 Versuchen) gelingt es den Fokus deutlich auf Dinge, Erlebnisse usw. der Gegenwart zu legen, für die es sich lohnt dankbar zu sein. Also etwas, dass gegenwärtig noch anhält.
Ein Beispiel: Ich bin dankbar für viele Freunde, die mich immer wieder in Erstaunen ob ihrer vielfältigen Lebensweisen versetzen. Für ein tolles Frühstück, für das ich mir heute ausnahmsweise einmal eine Stunde Zeit gönne. Für einen herrlichen Sonntag, an dem sich ein Spaziergang lohnen wird. Für die eine Stunde, welche ich heute früher aufgestanden bin um endlich wieder einmal einen Artikel für meinen Blog zu schreiben… .

Ich habe festgestellt, indem wir den Fokus auf positive Dinge in unserem Leben setzen (und damit meine ich nicht, dass wir “wegschauen”, sondern vielmehr bewusst hinschauen) werden wir offener und gelassener. In so einem entspannten Zustand gelingt uns alles leichter und wir haben bald mehr Energie, um unsere eigenen Bedürfnisse und die damit verbundenen Ziele im Leben wahrzunehmen und zu verfolgen. Hier gewinnt “Lebensqualität” dann eine ganz neue Bedeutung: Leben = Qualität.

Wie sind deine Erfahrungen mit Lebensqualität? Bist du gerade glücklich? Falls es dir zuwenig vorkommt, nimm dir 10 Minuten Zeit und denke über alles nach, wofür du dankbar bist. Und lass es mich wissen, wie es geklappt hat. :-)

Harald Karrer
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05.09.2010

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