Visionssuche.

Die Welt ist meine Vorstellung.” sagte schon Arthur Schopenhauer. Persönlichkeiten mit Vorstellungskraft haben uns seit jeher darauf hingewiesen, dass wir nur aus einem Grund geboren werden: Unsere Vision (Vorstellung) vom eigenen Leben zu verwirklichen.

Viele Menschen mit denen ich spreche sind genau auf der Suche nach einer solchen (bzw. ihrer) Vision. Auch ich selbst habe erst vor relativ kurzer Zeit damit begonnen, mich ernsthaft mit diesem Thema auseinander zu setzen. Ich stellte bald fest, dass die Schwierigkeit dabei nicht etwa ist Vorstellungen zu entwickeln, sondern die EIGENE Vision zu finden. Bei mir zumindest habe ich sehr schnell feststellen können, dass mit jedem neuen Gedanken der mir in den Sinn gekommen ist, sich alsbald auch die Unsicherheit eingestellt hat, ob den dies nun der Lebensweg ist den ich einschlagen will oder nicht.

Vision

Als mir dann ein lieber Freund direkt die Frage stellte: “Was ist deine Vision?” wurde mir schlagartig klar, dass ich bis dato zu sehr in “Schubladen” gedacht hatte! Mir wurde bewusst, dass meine Bestimmung bei den Dingen zu suchen ist, die ich schon immer gerne gemacht habe bzw. machen will. Bis dorthin hatte ich immer die Vorstellung gepflegt, dass ich meinem Vorhaben einen Namen geben muss. Daher quälten mich Fragen wie: “Was ist der richtige Beruf für mich?” oder “Soll ich mich selbständig machen?” usw.

Dabei kann die Frage nach der eigenen Bestimmung viel einfacher beantwortet werden bzw. musste die Frage nur richtig formuliert werden – zumindest in meinem Fall lautete sie: “Wie sieht dein inneres Bild aus, wenn du deine Berufung realisiert hast?” – Das zu beantworten fand ich relativ leicht. Mein “inneres Bild” sieht Menschen um mich vor, die an ihrem Lebensweg arbeiten. Die einander bei der Realisierung ihrer Vorhaben unterstützen und die von mir unterstützt werden. Und zwar in einer Art und Weise, die ich meine eigene Methode nennen kann!

Das war die Antwort! – Manchen von euch mag das nun zu allgemein formuliert erscheinen, aber mir hat es enorm geholfen den eigenen Weg in Richtung Coaching & Training einzuschlagen sowie damit zu beginnen, bestehende Methoden und Tools neu zu durchdenken und auf dieser Basis meine eigenen Ansätze zu entwickeln. Einen Einblick dazu gebe ich eben auch mit diesem Blog (siehe Artikel wie Lebenszeituhr oder Ansichtssache).

Wenn auch ihr auf der Suche nach eurer Lebensaufgabe / Vision seit empfehle ich euch daher,
1. versucht wie ich ein Bild von jener Zukunft zu malen, in der ihr euch am wohlsten fühlt und vor allem
2. schreibt zwanglos auf, was euch an diesem Bild gefällt – ohne bereits irgendwelche Konventionen im Kopf zu haben.

Natürlich kann auch hier eine Coaching-Einheit sehr, sehr hilfreich sein – aber das habt ihr euch sicher schon gedacht. ;-) Auch bei mir hat es erst “Klick” gemacht, als mir ein “Außenstehender” die entscheidende Frage gestellt hat!
Im Glauben an das Eigene muss dann “nur” mehr der Wille und die Konsequenz aufgebracht werden um die eigene Vision zu realisieren – das ist jedoch eine andere Geschichte…

Harald Karrer
      2 Kommentare      
30.05.2010

2 comments on “Visionssuche.

  1. Herr Brichta on said:

    picture yourself in a boat on a river (zitat aus „lucy in the sky with diamonds“).

    ich habe so meine probleme mit der aussage: alles ist unsere vorstellung. aber ok, das war ja hier nur der philosophische aufhänger und denkimpuls.

    es soll menschen geben, die manchmal das bedürfnis haben/hatten, ihre visionen aufzuschreiben. ich hab neulich einen zerknitterten zettel in meiner schatzkiste gefunden, den ich mit ungefähr 15, also vor mehr als meinem halben leben, schrieb. der titel: „meine zukunftsvision“. vielleicht wars damals ein schulaufsatzthema, egal.

    das wichtige: eigentlich alles was darauf stand, würde ich auch heute noch unterschreiben. alles was ich werden wollte, wie ich so drauf sein sollte, als „erwachsener“. daneben war eine kraxelige zeichnung von meinem aussehen in 10, 20 jahren. und voila: das bin ja ich! ich, hier und heute!

    what the hell am I trying to say? (zitat aus „on a plain“). die zukunft meiner vergangenheit war im rückblick eigentlich die „richtige“. alles was ich so an ausflügen abseits von diesem weg machte, habe ich (ohne in einem großen gesamtkonzept zu denken) wieder korrigiert. das soll jetzt nicht heißen, dass ich diesem bild heute zur gänze auch wirklich entspräche. aber die großen entwicklungen waren mir damals schon unbewusst klar.

    und jetzt kommts: der punkt, den du ansprichst, „der impuls von außen“ – ist immens wichtig. in diesem konkreten fall war es deine notiz zur „visionssuche“. oft wussten wir den weg. aber der außenstehende spricht ihn ganz einfach so aus.

    uns (vielleicht auch nicht so nahe stehende) menschen sagen: „du solltest einen anderen job machen und noch einmal eine neue umgebung ausprobieren“ usw …. warum haben wir uns das selber bisher (noch) nicht eingestanden? es zahlt sich oft aus, nach dem verschütetten zu suchen. ich hoffe, das führt jetzt nicht zu weit von obigem thema weg. aber vielleicht kann es jemandem einen IMPULS geben.

    lieben gruß, herr brichta.

  2. Harald Karrer on said:

    Lieber Herr Brichta,
    es ehrt mich, dass auch Sie als Mitt-70er Gefallen an meinem Artikel zum Themas Visionssuche haben! :-)
    Dem Gesagten kann ich ansonsten nur voll und ganz zustimmen.
    Danke für diesen überaus wertvollen Kommentar.
    Freundliche Grüße aus Wien,
    Ihr Harald Karrer

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